Sogenannte „Dritte Orte“ sind in aller Munde und sollen in unserer modernen Gesellschaft neben Arbeitsplatz und dem Zuhause, einen neutralen Ort schaffen. Historisch gesehen ist das nichts Neues. Kirchen bieten ihren Anhängern bereits seit Jahrhunderten genau solch eine Umgebung. Allerdings ist die Popularität der Kirche stark rückläufig und viele Menschen fühlen sich keinem Glauben mehr zugehörig. Benötigen wir also wieder einen neutralen Raum, mit den Attributen eines „Gotteshauses“?
Mein Pavillon beschäftigt sich deshalb mit den Themen Ruhe und Entschleunigung. Er soll einen neutralen Ort schaffen, der Besucher:innen beiläufig begegnet. Beim Durchlaufen soll er dazu anregen für einen kurzen Moment innezuhalten. Die offene Struktur öffnet sich zu zwei Seiten und soll für jede:n zugänglich sein. Die transluzenten Wandscheiben schaffen einen Rückzugsort, der trotzdem Einblicke von Außen zulässt. Die blaue Färbung erwirkt ein spannendes und sinnliches Lichtspiel.